Kamerunziege / Zwergziege
Ihre
Erscheinung
Die Kamerunziege ist eine Zwergziege. Die Weibchen
werden bis zu 42 cm und die Männchen bis zu 45 cm gross (Widerristhöhe).
Sie wiegen bis zu 18 Kg. Diese Zwergziegen haben einen gedrungenen
Körper mit kurzen Beinen. Ihre Ohren sind klein bis mittelgross.
Auch ihre Hörner sind mit 4-8 cm beim Weibchen und 7-20
cm beim Männchen relativ kurz, wobei sie in ihrer Form varieren können.
Meistens wachsen sie aber beim Weibchen zuerst leicht nach
hinten/auswärts, dann beugt sich der obere Drittel nach vorne. Beim
Männchen wachsen sie in der Regel bumerangartig nach aussen drehend.
Das Fell der Kamerunziege ist weich, dicht. Sie haben
mittellange Haare und sind meisten an den Hinterbeinen Langhaarig. Der
Bock ist meisten am Kragen, Vorderhals und bis in den Unterschenkel
langhaarig. Kamerunziegen können eine Vielzahl an Farben haben: schwarz,
kastanienrot, dunkel bis hell/caramel, gemsfarbig und Eierschalenweiss.
Hat das Kleid der Ziege bis zu drei von diesen Grundfarben, laufen diese
ineinander ohne klare Abgrenzung. Vielfach sind die Ziegen aber
einfarbig (igelartig agouti-gesprenkelt).
Besondere Merkmale dieser Ziegenrasse: Schwarzer Kragen
und Aalstrich so wie schwarze Maske. Der Bereich oberhalb der Augen, die
Backen, der Hals (vorne) und der Bauch und Knie so wie auch der hintere
Teil der Beine bis zur Seite sind oft hell. Die Frontseite der Beine
vorne bis unters Knie und den Bereich oberhalb der Knie sind dagegen
meisten Schwarz. Sowohl Männchen wie Weibchen können einen Bart
tragen. Die Kamerunziege ist die einzige Rasse mit Halszötteli.
Der Nachwuchs
Die Kamerunziege hat meistens 1, sehr selten auch 2
Junge pro Wurf. Das Neugeborene Kitz wiegt zwischen 800 und 1250 Gramm
und hat eine Widerristhöhe von 17 bis 22 cm.
Ihr Verhalten
Kamerunziegen sind aussergewöhnlich sanftmütige Tiere.
Die Hörner dienen ihr nicht als Waffe, sie benutzen diese
ausschliesslich als Werkzeuge (um zu kratzen oder etwas aufzuheben...).
Diese Rasse ist sehr gut für Kinder und Streichelzoos geeignet.
Ausserdem können diese Tiere auch für therapeutische Zwecke (bei
psychisch und physisch Kranken) eingesetzt werden.